Inzwischen war ich schon bei Amsterdam und bin nun seit 12 Tagen unterwegs. Also wird es dringend Zeit euch ein kleines Update zu geben.
Wochen 1: (Daheim – Nienburg/Weser)
Los ging es schwer bepackt aber gut gelaunt. In den Tasche gab es neben Zelt, Klamotten, Werkzeug und Elektronik auch Schnitzelbrötchen und Kuchen. So machten meine Mama und ich uns, ganz ohne Papa, alleine auf große Fahrrad Tour.
Der erste Tag fühlte sich noch nicht sehr abenteuerlich an, da wir einen großen Teil der Strecke öfter mal fahren. Der Campingplatz lag, wie es sich gehört, neben Bahnstrecke und Schnellstraße. Das war Nachts aber weniger problematisch als gedacht. Viel nerviger waren die Enten! Anscheinend bleiben die auch gerne wach und machen dabei so richtig Radau.
Bei kalten und vor allem stürmischen Wetter ging es am nächsten Tag weiter. An Tag 2 gab es die erste richtige Bergwertung (Man beachte das ich lediglich 150km als „Vorbereitung“ auf dem Rad gesessen hatte) In den kleinsten Gängen schlich ich die Berge hoch und auch runter ging es nicht viel schneller, da der Wind kräftig von vorne kam.
Der Campingplatz liegt kurz hinter Warburg und zu unserer Freude gab es dort keine Enten. Da wir versuchen möglichst wenig Geld auszugeben wurde selber gekocht, anstatt essen zu gehen. Zum Abendessen wurde vor dem Zelt Bratwürstchen mit Kartoffelbrei zubereitet. Was ein kulinarisches Erlebnis!
Der nächste Morgen war noch kälter als der letzte und keiner wollte so wirklich aus dem Zelt. So gab es dann das obligatorische Schokohörnchen im Schlafsack. Der Wind hat uns stetig bekleidet … leider aus der falschen Richtung. Dafür war der Diemel Radweg wirklich schön. Ein Highlight war der Deiseler Tunnel. Ein ehemaliger Bahntunnel der nun mit dem Rad zu befahren ist und schick beleuchtet wird (natürlich nur wenn jemand durchfährt).
Ab Bad Karlshafen ging es am Weser Radweg weiter. Der Campingplatz lag direkt an der Weser und gehörte Niederländern. Grade als wir fertig waren das Zelt aufzubauen fing es an zu Regnen (Mamas WetterApp hat davon leider nicht gesagt) Auch in der Nacht hört es nicht auf und so musste das Zelt nass eingepackt werden.
Nach 4 Tagen Kälte Sturm und nun auch noch Regen wurde die Entscheidung getroffen sich eine feste Unterkunft zu besorgen.
Zum Sturm und Kälte nun auch noch der Regen und dann standen wir auch noch im Stau. Alles voller Schafe auf dem Radweg. Nun sind die Räder voll mit Matsch und Schafs Häufchen… wofür hatte ich das Fahrrad eigentlich geputzt.
In der Unterkunft angekommen wurde erstmal im offenen Fenster gekocht. Heute Gyros mit Kartoffelbrei. Außerdem wurde entschieden das, aufgrund des Wetters (nicht weil es bequemer und einfacher ist) weiterhin in Hotels/B&B/Pensionen genächtigt wird.
Am gut beschilderten Weser Radweg würde es sich gut reißen lassen, wäre da halt nicht dieser elende Wind. Trotz all dem machten wir einen kleinen Abstecher nach Hameln. Das Hameln mit dem Rattenfänger. Schönes Städtchen, wäre da nicht alles auf Touristen ausgelegt. Tag 5 hätte so schön sein können aber… 14km vor dem Tagesziel ging meinem Vorderreifen die Luft aus. Reiszwecke! Recht stolz auf uns, das wir so ganz ohne Mann klar kommen und reifen wechseln können, ging es dann als Belohnung zum Italiener.
An Tag 6 folgte ein Highlight dem anderen. Zunächst haben wir Minden gefunden. Was daran so toll ist fragt ihr?! Kennt ihr etwa nicht das Spiel: Finden Sie Minden?!
Danach gab es, auf dem Campingkocher gemachte, fertig Pfannkuchen zum Mittagessen und dann haben wir gesehen wie 2 Schiffe durch eine Schleuse sind.
Damit es nicht viel zu viel wird höre ich hier erstmal auf. Noch mehr Geschichten gibts es dann ganz bald
Liebe Grüße
Marie




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