Etwas besorgt wegen der bevorstehenden Etappe am Loch Lomond ging ich nach oben zum Frühstück. Kontinentales Buffet und Schmerzmittel!

Ich war nicht gerade gut gelaunt, als mir gesagt wurde, dass heute Morgen niemand mit dem Auto zurück zum Wanderweg fahren würde … Auf der Website stand etwas anderes!

Frustriert machte ich mich langsam den steilen Berg hinunter, zu dem ich gestern hinaufgefahren worden war. Dieser Abschnitt um Loch Lomond ist als gefährlich gekennzeichnet. Obwohl ich nicht sagen würde, dass dieser Abschnitt gefährlicher war als der von gestern, aber ja, ich kann bestätigen, dass er nicht angenehm war. Ich musste meinen Rucksack mindestens fünfmal abnehmen, um ihn über einige knifflige Stellen zu bringen, und die hohe Leiter gefiel mir auch nicht besonders. Am Ufer des Loch Lomond entlang zu wandern ist theoretisch eine schöne Idee, aber in der Praxis ist oft einfach kein Platz für einen Wanderweg. Auf der einen Seite das Wasser, auf der anderen Seite steil bergauf und mein Rucksack und ich mittendrin.

Nach einer Weile rumgeequäle setzte ich mich an einen Stelle mit etwas Strand. Hier öffnete sich die Landschaft und der „gefährliche Abschnitt“ war somit auch endlich vorbei. Ich unterhielt mich dort mit einem britischen Paar und gab ihnen medizinische Hilfe in Form von Leucotape und Blasenpflastern. Abschließend filterte ich noch etwas Wasser für uns alle, bevor ich weiterging.

Der Weg war nun deutlich besser begehbar und stieg langsam zur Doune Byre Hütte an.
Je weiter der Weg vom See wegführte, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Die leuchtend grünen Büschen und Bäumen verändern sich zu einer trocken wirkende Grasfläche. Obwohl alles trocken aussah, sprudelten kleine Bäche und Quellen aus dem Boden und nutzten jede Gelegenheit, den Weg super matschig zu machen 😅.

Dieser Tag war einer der kürzeren, aber aufgrund der anstrengenden ersten Hälfte und des „späten“ Starts war es bereits nach 15 Uhr, als ich am Beinglas-Campingplatz ankam. Zu meiner Überraschung waren bei meiner Ankunft nur zwei Zelte aufgebaut.

Nach dem Duschen holte ich mir etwas im Restaurant direkt am Campingplatz. Draußen waren alle Plätze besetzt, also ging ich hinein, wo ich das Paar vom See wieder traf.

Als es Zeit war um sich in sein Zelt zu kuscheln, war der Campingplatz voll mit Zelten. Leider schnarchte mein „Nachbar“ laut und schien tief und fest zu schlafen. Von 19 Uhr bis 7 Uhr schnarchte SIE ununterbrochen. Viel nerviger war aber die Gruppe superlauter, betrunkener Frauen, die die ganze Nacht lang schrien, klatschten und lachten.

Leider kennen manche Leute die Wanderetikette nicht, und das merkt man! Ich finde es gut, dass der West Highland Way dank der Slackpacking-Option super zugänglich ist. Leute, die einen solchen Weg wahrscheinlich nie ausprobieren würden, haben so die Chance die Natur zu genießen, aber gleichzeitig führt es zu solchen Situationen. Die Frauen hatten wahrscheinlich einen tollen Tag und verstanden nicht, dass die Leute in den Zelten viel härter gearbeitet hatten, um hierher zu kommen, und sich ausruhen mussten!

Tag 4:
Von Inversnaid nach Inverarnan
12,78 km/8.0mi
+265m
1 Blister
1 Schotte im Kilt

Inverarnan- inbhir + feàrna oder àirne
„Zusammenfluss des Erlen- oder Schlehenbrandes.“


A little worried about the upcoming section on Loch Lomond, I went upstairs for breakfast. Continental buffet and pain killers!

My mood wasn’t the best when I was told that no one was driving the car back to the trail this morning… The website said something different!

Frustrated I slowly made my way down the steep hill, i yesterday was driven up to, and back to the WHW. This section around Loch Lomond is marked as dangerous. I wouldn’t say that this particular section was more dangerous than what we did yesterday, but yes, I can confirm that it was not pleasant. I had to take my backpack off at least 5 times to get it over some nasty spots and I wasn’t a big fan of the one high ladder either. Hiking along the shore side of Loch Lomond is theoretically a nice idea, but in practice there is often just no room for a trail. On one side the water, on the other side straight uphill and my backpack and me right in the middle.

After quite a while of struggling, I sat down on a beach where the trail finally opened up and the „dangerous section“ was finally over. I spent some time there talking to a British couple,
gave them some medical assistance in the form of leucotape and blister plasters. Finaly I filtered some more water for all of us before I was moving on.

The trail was now much better to walk on and slowly climbed up to the Doune Byre Hut.
As the trail climbed further and further away from the lake the scenery changed. Somehow it changed from bright green bushes and trees to a more dry looking grassy area. Even though everything looked dry, there were little streams and springs coming out of the ground and using every chance to mudden the trail 😅.

This day was one of the shorter ones, but due to a tough first half and a „late“ start it was already after 3pm when I arrived at the Beinglas campsite. To my surprise the were only 2 tents pitched when I arrived.
After a shower, I went to get something to eat at the restaurant right on the campground. All the seats outside were taken, so I went inside where I met the couple from the lake again.

When it was time to snuggle up in my tent, the campground was full of tents. Unfortunately, my „neighbor“ was a really loud snorer with what appeared to be a heavy sleep. From 7 p.m. to 7 a.m. he was snoring nonstop. But what was much more annoying was the group of super loud drunk women who were screaming, clapping and laughing all night long.

Unfortunately some people don’t know trail etiquette, and it shows!  I like that the West Highland Way is super accessible through its slackpacking option. So people who would probably never try hiking a trail like this do, but at the same time it leads to situations like this. The women were probably having a great day and didn’t understand that the people in those tents had worked a lot harder to get here and needed to rest!

Day 4:
Inversnaid to Inverarnan
12,78km/ 8.0mi
+265m
1 Blister
1 Scottish man in a Kilt

Inverarnan- inbhir + feàrna or àirne
‚Confluence of the alder or sloe burn.

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