(English down below)
Es war Zeit, zu unserem letzten Ziel dieses Abenteuers zu reisen. Wir ließen den Gorges du Verdon, 24 °C und Sonnenschein hinter uns und fuhren in die dunklen Wolken, die die Alpen umgeben.
Die letzte Woche dieses Abenteuers verbringen wir in einem kleinen Bergdorf namens Abries. Ich war hier vor zwei Jahren auf meiner Tour d’Europe, aber ursprünglich sind wir hierher gekommen, weil unsere Vorfahren von hier kamen.
Von Guillestre aus folgt die Straße dem Fluss Guil und der Fluss sah heute echt wütend aus. Normalerweise wäre dies ein weiterer atemberaubender Gebirgsfluss mit wunderschönem blauen Wasser, aber der Regen änderte alles. Die umliegenden Berg sahen gefährlich aus und das Wasser verwandelte sich in ein milchiges, graues Monster. An den Ufern des Flusses konnte man sehen, was die Kraft des Wassers zuvor schon angerichtet hatte.
Wir kamen bei strömendem Regen und nur 10 °C in Abries an, wohl wissend, dass der Regen einige Meter weiter oben leicht in Schnee übergehen könnte.
Am nächsten Morgen wachten wir zu blauem Himmel und Sonnenschein auf und vom Balkon aus konnte ich einige schneebedeckte Gipfel sehen.
Nach 3 Tagen im Auto war es endlich wieder Zeit zum Radfahren! Die ersten 8 km waren einfach. Leicht bergauf auf einer richtigen Straße mit fast keinem Verkehr. Es dauerte nicht lange, bis wir nur noch kurze Hose und T-Shirt an hatten, es war überraschend warm.
Wir erreichten einen Parkplatz, an dem die Straße endete, ab hier sind keine Autos mehr erlaubt. Der nächste Abschnitt der Tour ging steil bergauf. Sehr schnell wurde mir wieder bewusst, dass der Höhenunterschied von gestern zu heute erheblich war! Nach Luft schnappend musste ich von meinem Fahrrad absteigen. Kein Wunder, da ich gestern Morgen noch auf einer Höhe von etwa 300 m war, jetzt sind wir bei 1800 m. Und als ob der Sauerstoffmangel nicht genug wäre, hatte ich eine Schraube locker… und eine andere fehlte. Meine Schuhe sind am Pedal befestigt, aber vom vielen Herumlaufen in meinen Fahrradschuhen haben sich die Schrauben darunter gelockert. Da stand ich nun am steilen Hang und bekam den Schuh nicht mehr vom Pedal.
(für Leute, die nicht wissen, wie Fahrradschuhe funktionieren: unter dem Schuh ist eine kleine Metallplatte, diese ist mit 2 Schrauben an den Schuh geschraubt. Diese Platte ist dann am Pedal befestigt. Wenn man vom Pedal runter will, muss man den Fuß nach außen drehen. Jetzt mit der losen Schraube blieb die Platte am Pedal hängen, obwohl ich den Schuh nach außen drehte).
Es dauerte einen Moment bis wir den Schuh vom Pedal abbekommen hatten,
Von nun an musste ich ohne „Klick“ Fahrrad fahren, ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte mal ohne Fahrradschuhe gefahren bin. Wie machen die Leute das?
Ich hatte das Gefühl, keine Kontrolle über mein Fahrrad zu haben und noch schlimmer, keine Kraft! Bergauf zu fahren, wenn man das Pedal nicht hochziehen kann, ist furchtbar. Es dauerte nicht lange, bis ich auf der Tour, die zum lockern der Beine gedacht war, völlig erschöpft war. Ich musste mehr laufen, als mir lieb war, und habe mir sogar eine Blase geholt 😫
Um den Fahrradteil des Tages zusammenzufassen:
– Mein rechter Fahrradschuh ist kaputt,
– Ich habe mir eine Blase am linken Fuß geholt
– Beide Füße sind nass geworden
– Große Höhenunterschiede sind kein Spaß 🥴
aber hey, die Aussicht ist toll
Hier ist die Aussicht… (unter dem englischen Teil)
It was time to travel to our final destination of this adventure. We left the Gorges du Verdon, 24°C and sunshine behind us and headed into the dark clouds that surround the Alps.
For the last week of this adventure we will stay in a small mountain village called Abries. I was here two years ago on my Tour d’Europe but originally we came here because our ancestors came from here.
We drove up from Guillestre, this road is following the river Guil and man the river looked angry. Normally this would be another stunning mountain river with beautiful blue water but the rain changed everything. The surrounding mountains looked more dangerous and the water turned into a milky grey monster. On the banks of the river you could see what the power of the water had done earlier.
We arrived in Abries in pouring rain and only 10°C, knowing that the rain could easily turn to snow a few meters further up.
The next morning we woke up to blue skies and sunshine and from the balcony I could see some snow-capped peaks.
After 3 days in the car it was finally time to cycle again! The first 8 km were easy. Slightly uphill on a proper road with almost no traffic. It didn’t took long until we stripped down to shorts and a tshirt, it was surprisingly warm. We reached a parking lot where the road ended, from here on no cars are allowed. The next section of the tour was steep uphill. Real fast I got a reminder that the elevation chang from yesterday to now was significant! Gasping for air I had to get off my bike. No wonder, yesterday morning I was at an altitude of 300m, now we are at 1800 m. And as if the lack of oxygen wasn’t enough, I had a screw loose… and another one was missing. My shoes are attached to the pedal, but from walking around so much in my cycling shoes the screws underneath have loosened. There I was, standing on a steep slope, unable to get the shoe off the pedal.
(for people who don’t know how cycling shoes work: there is a small metal plate under the shoe, which is screwed to the shoe with 2 screws. This plate is then attached to the pedal. If you want to get off the pedal, you have to turn your foot outwards. Now with the screw loose, the plate got stuck on the pedal, even though I turned the shoe outwards).
It took a moment until we got the shoe off the pedal, from then on I had to ride my bike without a „click“, I have no idea when I last rode without cycling shoes. How do people do it?
I felt like I had no control over my bike and worse, no strength! Riding uphill when you can’t pull the pedal up is awful. It wasn’t long before I was completely exhausted on the tour that was meant to loosen up my legs. I had to walk more than I would have liked and even got a blister😫
To sum up the cycling part of the day:
- My right cycling shoe broke,
- I got a blister on my left foot
- Both of my feet got wet
- Big elevation changes are no fun 🥴
but hey, the view is great
Let me show you some of the views.





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