(English down below)
Kalt und neblig, aber sonst ist es trocken.
Eier mit Speck und Baguette zum Frühstück, dieser Tag ist jetzt schon besser als der letzte! Der gestrige Abend wurde genutzt, um das Höhenprofil zu studieren. Wenn ich das sage, meine ich aber nicht, dass ich es studiert habe, nein! Meine Eltern haben sich das Profilgenaustensangeschaut, vor allem meine Mutter. Sehr besorgt wurde mir gesagt, dass ich verrückt bin und dass es für mich besser wäre, solche Berge nicht zu fahren. Auf dem Weg nach oben könnte ich einen Herzinfarkt bekommen und bergab zu fahren ist im Allgemeinen zu gefährlich!
Nach dieser Unterhaltung war das einzig Logische, was man tun konnte….
Nicht auf die Mutter hören und losfahren.
Mit Gänsehaut an den Beinen tauchte ich in den nebligen Wald ein. Die Sonnenstrahlen, die sich ihren Weg durch den Nebel bahnten, ließen den Wald magisch aussehen.
Nach 4 km war ich über dem Wald, wo der Sonnenschein und die atemberaubende Aussicht auf das Tal unter mir auf mich warteten.
Nach 9 km und unzähligen Serpentinen kam ich oben auf dem Col d’Ispeguy / Puerto de Izpegui an. Der Pass markiert die Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Überraschenderweise hatte ich keinen Herzinfarkt bekommen. Obwohl der Pass nur 690 m hoch ist, kommt man sich vor wie im Hochgebirge. Ich habe mich auch auf dem Weg nach unten nicht verletzt, aber mir war ziemlich kalt. Selbst die kombi aus einer Weste, einer Jacke und Handschuhe konnten mich nicht warmhalten.
Die nächsten 30 km waren ein ständiges Auf und Ab, natürlich mit Gegenwind. Bergauf war es viel zu warm, aber der kalte Wind zwang mich, meine Weste anzubehalten.
Durch die Altstadt von Saint Jean Pied de Port ging es zu Fuß. Hier stoppen zahllose Pilgerer um sich auszuruhen. Die Innenstadt ist wunderschön, aber weil sie so voll mit Pilgern ist, ist sie jetzt super touristisch. Nachdem ich die Stadt verlassen hatte, nahm die Zahl der Wanderer und Radfahrer auf Tour enorm zu. Einige von ihnen waren fröhlich, andere wussten das sie es noch weit haben. Ich kann sie sehr gut verstehen, es ist heiß und es gehtvden ganzen Tag auf und ab. Da möchte man sich einfach nur ausruhen.
Ruhe ist das, was mein Körper auch gebraucht hätte. Nach 45 km, am Fuße meines letzten Anstiegs des Tages begann mein Körper zu rebellieren. Der Abschnitt zwischen den beiden großen Hügeln dauerte viel länger als erwartet, deshalb machte ich keine richtige Pause. Ich schwitzte viel, trank nicht annähernd genug und habe viel zu wenig gegessen. Ein dummer Anfängerfehler, der mir nicht passieren hätte dürfen! Ich hielt vor dem letzten Anstieg des Tages, auf einer kleinen Nebentraße an. Ich mischte ein Elektrolyt-Tape mit meinem Wasser, packte Gel und Müsliriegel in meine Vordertasche …
Währenddessen beschloss mein Magen, mich im Stich zu lassen (ich erspare Ihnen die Details). Erneut bekamen meinen Eltern SMS, damit sie mich abholen!
Berge zum Frühstück, Magenprobleme zum Mittag
Ihr wollt wissen, wie es weitergeht?
Dann kommt morgen wieder!
Cold and foggy, but otherwise dry.
Eggs with bacon and baguette for breakfast, this day is already better than the last! Yesterday evening we studied the elevation profile. When I say that, I don’t mean that I studied it, no! My parents did, especially my mom. Very worried, I was told that I was crazy and that it would be better for me not to ride such mountains. On the way up I could have a heart attack and riding downhill is generally too dangerous!
After this conversation, the only logical thing to do was….
Don’t listen to my mom and start cycling.
With goosebumps on my legs, I submerged into the misty forest. The rays of sun making their way through the fog made the forest look magical.
After 4 km I was above the forest, where the sunshine and the breathtaking view of the valley below were waiting for me.
After 9 km and countless switchbacks I arrived at the top of the Col d’Ispeguy / Puerto de Izpegui. The pass marks the border between Spain and France. Surprisingly, I didn’t have a heart attack!
Although the pass is only 690 m high, you feel like you’re in the high mountains. I didn’t get hurt on the way down either, but I was pretty cold. Even the combination of a vest, jacket and gloves couldn’t keep me warm.
The next 30 km were a constant up and down, of course with headwind. Uphill it was way too warm but the cold wind forced me to keep my vest on therfore i was sweating quite a lot.
I walked through the old town of Saint Jean Pied de Port. Countless pilgrims stop here to rest. The city center is beautiful, but because it is so full of pilgrims, it is now super touristy. After I left the city, the number of hikers and cyclists on tour increased enormously. Some of them were happy, others knew they still had a long way to go. I can understand them very well, its hot and its up and down all day, while you just want to rest.
Rest is what my body needed too. After 45 km, at the bottom of the last climb of the day, my body started to rebel. The section between todays two big hills took me much longer than expected, so I didn’t take a proper break. I sweated a lot, didn’t drink nearly enough and ate far too little. A stupid rookie mistake that shouldn’t have happened to me! I stopped on a small side road before todays last climb. I mixed electrolytes into my water, packed gel and granola bars in my front pocket…
Meanwhile, my stomach decided to let me down (I’ll spare you the details). So here I was texting my parents to come and get me, once again!
Mountains for breakfast, stomach problems for lunch
Want to know what happens next?
Come back tomorrow then!
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