Das Meeresrauschen macht zwar schläfrig war mir dann aber doch zu laut um gut schlafen zu können. Das Zelt war außen nasse und wollte auch nicht trocken werden bevor ich es zusammen packen musste. Dafür geriet ich dabei ordentlich ins Schwitzen. Nachdem ich das Rad den Berg hoch, zurück zur Straße bugsiert hatte, war ich eigentlich bereit für eine Pause. Ausnahmsweise ging es dann aber mal Berg ab und Rückenwind hatte ich zeitweise auch! Heute geht es bis nach Caen. Da kann ich aber erst um 15:00 Uhr in meine Ferienwohnung. Natürlich an dem einen Tag an dem ich Rückenwind habe, kann ich ihn nicht ausnutzen weil ich sonst zu früh ankomme. Nach 10km gab es dann eine Pause mir Schokomilch. Danach kam der, für heute geplante, Berg. Das Stoppschild nahm mir den Schwung und dann ging es, ganz gemein, grade die Wand hoch. Ziemlich KO oben angekommen genoss ich die Bank mit Blick auf Villers sur Mer. Blöd nur das ich noch überhaupt nicht oben war. Der schlimmste Teil des Berges war zwar geschafft, das war aber leider nur die Hälfte. In Cabourg machte ich erneut Pause, um die Zeit rum zu bekommen. Hier waren Fahrräder aber nicht an der Strandpromenade erlaubt. Blöder Ort!  An der „Pegasus Brücke“ war  es dann an der Zeit sich vom EuroVelo4 zu verabschieden. Ich biege links ab und fahre am Kanal weiter nach Caen. Hier habe ich für 2 Tage eine Ferienwohnung.

Ruhetag: Nach 28 Tagen auf Tour hatte ich endlich die Möglichkeit meine Klamotten in die Waschmaschine zu packen. Was ein Klasse Gefühl. Der Vormittag wird mit schreiben und Sachen  Hochladen verbracht (es Regnet bis zum Nachmittag). Dann ging es, auf den Weg zum Einkauf, eine kleine Runde durch die Stadt.  Sehr beeindruckend war die ehemalige Abtei “ L’Abbaye aux Hommes“ die nun das Rathaus beherbergt.

Am zweiten Ruhetag ging es morgens „Le Château de Caen“ besichtigen. Zumindest das was noch übrig ist. Ohne Eintritt konnte man sich frei auf dem Gelände und den alten Mauern bewegen.  Von den Türmen aus hatte man einen tollen Blick über die Stadt. Diese hat noch mehr alte Kirchen und andere tolle Gebäude zu bieten. In der Unterkunft wurde dann der weitere Verlauf der Tour umgeplant und sich um das Fahrrad gekümmert. Der Sand und das Salz vom Meer muss zumindest grobe runter. Außerdem muss die Luft und Schrauben überprüft werden.

Es ging früh los. So richtig wusste ich ja nicht mit was ich zu rechnen habe. Die meiste Zeit des Tages ging es auf den Radweg  V43, dieser verläuft größtenteils auf einer alten Bahnstrecke. Recht flach und ohne Wind rollt es sich gut. Neben der Bahnstrecke hat sich ein Fluss durchs Tal gegraben und immer wieder gibt es schön Sitzgelegenheit. Es macht richtig Spaß und ich genieße das gute Wetter. In Pont d’Ouilly bin ich im warscheinlich einzigen Laden Frankreichs der kein Brot oder Baguette hat. Also wurde zum Abendessen Würstchen mit Nudeln eingekauft. Für die letzten 30km sind Berge, im Höhenprofile, eingezeichnet. Es geht zwar Berg auf aber es fühlt sich zu einfach an. Mehrfach überprüfe ich ob ich wirklich richtig bin. Am Campingplatz in Flers angekommen ist dort niemand. Das Türchen, aufs Gelände, ist offen aber es ist keiner da. Nicht mal Leute die dort campen und das an einem Wochenende! Ich warte noch eine Weile ( es blieb mir nichts anderes übrig. Der nächste Campingplatz war 30km weg und die Hotels im Ort waren voll)  Gegen 15:00 Uhr tauchten 2 Radreisende auf. Ein französisches Pärchen. Zu meinem Glück sprachen sie gutes Englisch und so entschieden wir uns die Zelte schon mal aufzustellen. Um 16:00 Uhr öffnet dann auch die Rezeption. Klasse Zeltwiese und saubere WCs und Duschen. So macht es Spaß. Am Ende des Tages waren 3 Zelte (inclusive meinem und alle von Radfahren) 1 Auto und 1 Wohnungen auf dem Platz.

Beim „Frühstück“ im Zelt fällt mir ein das Sonntag ist. Glücklicherweise haben in Frankreich viele Geschäfte Vormittags auf. Es geht zunächst auf der Bahnstrecke weiter. Bis ich diese durch Berge eintausche. Schnell verabschiede ich mich von meiner Weste und dem Halstuch. Es ist so schrecklich schwül das ich aus allen Poren tropfe. Es ging durch den „Parc Naturel régional et Geoparc Normandie-Maine“ Ein sehr schöner Wald mit guten Straßen, wenig Menschen und Autos. Dafür viel auf und ab. Nach 55km sollten die Berge eigentlich erledigt gewesen sein. Eine Baustelle und ihre Umleitung zerstört aber diesen Plan. Ich freute mich umso mehr als ich auf den V40 stoße und somit wieder auf einer Bahnstrecke fahre.

In Alençon gibt es, Wetterbedingt, erneut einen Ruhetag. Das Hotel lag im Industriegebiet aber der Lidl war nahe. So verbrachte ich den Tag im Bett mit zu viel Essen.

Die lesefaulen unter euch können sich freuen. Der nächste Eintrag wird wieder ein Video

Bis dahin
Marie

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