Für die neusten Infos über mein Abenteuer empfehle ich auch den letzten Teil zu lesen.
Oftmals lese ich, auf FB Seiten oder Foren, fragen zu den Unterschieden zwischen dem Pacific Crest Trail und dem Appalachian Trail.
Neben den offensichtlichen Unterschieden wie Lage, Länge, Höhenmeter… gibt es auch weniger offensichtliche Unterschiede und einiges hat sich auch über die Jahre hin verändert.
Nur weil einem ein Wanderweg gefällt heißt das nicht das einem alle gefallen. So kann es hilfreich sein die Wege miteinander zu vergleichen
Ganz grob hier ein paar Eckdaten zu beiden Wegen ( wer mehr darüber wissen will, Google ist euer Freund, zu dem Thema gibt es schon tausende Berichte):
Der PCT
Länge: 4256km / 2650 Meilen
Bundesstaaten: Kalifornien, Oregon , Washington
Höchster Punkt: (Mt. Whitney ( 4421m) nicht direkt auf dem Trail) Forester Pass ca 4000m auf dem Trail
Positiver Höhenunterschied:
Der AT:
Länge: 3532km / ca.2200 Meilen
Bundesstaaten: 14
Höchster Punkt: Clingmans Dome (2025 m)
Jetzt zu den vielleicht nicht ganz so offensichtlichen Unterschieden.
• Für den PCT benötigt man eine Genehmigung.
• Für den AT ist dies freiwillig, man würde sich aber freuen wenn nicht mehr als 50 Personen pro Tag starten.
• Auf dem PCT kann man sein Zelt fast überall hinstellen
• Auf dem AT gibt es beschilderte „Campsites“ und Shelters an denen man sein Quartier aufschlagen sollte
• Durch die Shelter auf dem AT verteilen sich die Wanderer nicht auf dem Trail sondern sammeln sich nachts dort in großen Mengen
• Auf dem PCT verbringt man die Nacht meist in kleinen Gruppen oder alleine und man stellt sein Zelt da auf wo eben Platz ist
• Auf dem AT gibt es vermehrt Privys (Plumsklos) nahe den Sheltern… auf dem PCT ist das eine Seltenheit!
• Auf dem PCT hat man von Anfang an super Bergaussichten da man generell höher unterwegs ist
• Auf dem AT gibt es mehr Wälder
• Meist ist der PCT ein recht gut zu begehender Trampelpfad
• Der AT ist sehr steinig und man muss sehr genau aufpassen wo man hin tritt
• Auf dem AT hat man öfter die Möglichkeit in die “ Zivilisation“ zu kommen und muss sich deshalb eigentlich keine Verpflegung zuschicken
• Auf dem PCT wird getramt (Daumen raus und ab geht’s)
• Auf dem AT gibt es unzählige „Shuttle“ die einem sogar den Rucksack von A nach B fahren
• Auf dem PCT konnte man (2016 zumindest) bei Trail Angeln sein Zelt in den Garten stellen, Essen bekommen und Snacks und Getränke kaufen. Meistens gab man einfach einen Tip/ Trinkgeld
• Auf dem AT gibt es Hostel für die man zwischen 40-70$ zahlen muss
In den letzten Jahren hat sich (finde ich ) folgendes verändert:
• Immer mehr Menschen gehen auf diesen wegen wandern
• Mehr Frauen sind „alleine“ unterwegs
• Die Rucksäcke werden leichter und kleiner
• Mehr Elektronik wird benutzt (GPS Geräte und HandyApps)
• Ebenso findet man immer mehr Leute die mit Handy oder GoPro Filmen (mich eingeschlossen)
• Auf dem PCT gibt es immer mehr deutsche. In 2016 war es super aufregend jemand aus Deutschland zu treffen, in 2019 war es schon fast peinlich weil wir so viele waren.
• Viele der „alten“ und “ berühmten“ PCT Trail Angle haben leider aufgehört
Und nun zum eigentlichen Grund dieses Eintrags…
Obwohl ich eine schöne Zeit hatte, viel Spaß, tolle Leute getroffen haben und vor allem keine Blasen bekommen habe bin ich nicht mehr auf dem Appalachen Trail.
Nicht viele werden meine Entscheidung nachvollziehen können aber der Appalachen Trail war einfach nicht der richtige Trail für mich.
Wie gesagt ich hatte eine schöne Zeit, das wandern ging gut und auch das Wetter war nicht schlecht aber es hat sich nicht so angefühlt wie ich es wollte.
Warscheinlich waren es mir zu viele Menschen. Wenn man in den Wald geht um Ruhe zu finden und man jede Nacht mit 40-60 Leuten am selben Ort schläft, können die selbigen noch so nett sein. Auch Tagsüber gab es kaum einen Abschnitt auf dem AT, auf dem man länger als 15min niemand gesehen hat. Außerdem hat man zu oft die Möglichkeit zurück in die Zivilisation zu kommen. Leider musste man auch zu sehr auf den Weg schauen um nicht über die Steine zu fallen. So konnte man schnell vergessen die Aussicht zu genießen, was durch die ganzen Bäume auch erschwert wurde. Allem in allem hat das Gefühl einfach nicht gestimmt und so habe ich entschieden das der AT einfach nicht meins ist.
Soll nicht heißen das damit mein Abenteuer zu Ende ist
Wenn es nicht so läuft wie es soll ist es am besten zu seinen „Wurzeln“ zurück zu kehren.
Wenn es eine Sache gibt die mich immer glücklich macht und in der ich gut bin dann ist es wohl Fahrrad fahren. Also habe ich beschlossen mir meine “ Nachbarschaft“ mal etwas genauer mit dem Rad anzuschauen. Dazu sehr bald mehr Informationen!
Bis dahin…
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