In wenigen Tagen geht es für mich wieder los. Das nächste Abenteuer steht an, der Appalachen Trail wartet!
6 Monate, von Georgia nach Maine (zumindest, wenn alles einigermaßen läuft wie geplant). Der Gedanke den AT zu laufen habe ich schon lange, genauer gesagt war mir nach meiner ersten PCT Wanderung klar das dem PCT der AT folgen wird.
Durch die Corona Pandemie habe ich mich vergleichsweise „kurzfristig“ für einen Starttermin entschieden.
Erst im November 2021 haben die USA ihre Grenzen wieder für Deutschland geöffnet. Die für den AT verantwortlichen Leute haben für 2021 ganz von einem Thruh Hike des AT abgeraten, zu riskant wegen Corona! So kam es das ich erst vor 3 Monaten ganz offiziell beschlossen hab, dass der AT dieses Jahr gewandert wird!
Die reisefreie Zeit während der Pandemie habe ich genutzt um neue Abenteuer zu planen. Sowohl der Plan für den AT als auch für 2-3 weitere abenteuerliche Wanderungen liegt somit fertig in der Schublade und warten nun darauf genutzt zu werden. So war die erste Amtshandlung im neuen Jahr, an der Arbeit Bescheid zugeben. Die letzten Monate habe ich mit Training und Recherche verbracht. Auch am Equipment wurde gefeilt, in der Hoffnung das der Rucksack diesmal etwas leichter wird… abwarten ob es funktioniert. Diesmal wurde der Rucksack, für optimales Training, mit Hantel Gewichten bestückt. So konnte ich gleichzeitig mit vollem (und vor allem schweren) Rucksack trainieren ohne dass ich meine ganzen Sachen im Rucksack haben muss. Mit jedem Tag der verstreicht steig die Vorfreude aber auch die Nervosität und Anspannung.
Vor ca.4 Wochen hatte ich eigentlich gedacht das wir das „schlimmste“, nach über 2 Jahren Corona, überstanden haben. Inzwischen diskutiert man aber nicht mehr ob es wahrscheinlicher ist vom Bären gefressen oder entführt zu werden. Nein, jetzt fragt man sich wo man im Falle eines möglichen Atomkrieges sicherer ist, hier in Deutschland oder doch in den Amerikanischen Wäldern. Eigentlich möchte ich hier nicht zu viel über Corona und Krieg schreiben (Ich hoffe somit das dies der einzige Blog Eintrag zu diesem Thema bleibt) aber um diese Themen geht im Moment kein Weg drumherum. Insgeheim hoffe ich das, wenn ich auf dem AT bin, mein Kopf sich weniger Gedanken um solche schreckliche, und ernste Themen machen muss. Ich will nicht sagen das ich ein schlechtes Gewissens habe aber mir ist durchaus bewusst in was für einer glücklichen Lage ich mich befinde. Ich kann „einfach“ den AT wandern gehen, freiwillig das nötigste in einen Rucksack packen und die Zeit genießen. Während nicht weit von zu Hause den Leuten nichts anderes übrig bleibt als ihr Hab und Gut zu packen und zu flüchten. Es ist wohl am besten die Zeit zu genießen, wer weiß wie lange es noch geht.
Genug vom Krieg …. zurück zum Thema Corona. Normalerweis ist man die letzten Tage damit beschäftigt sich von Freunden und Familie zu verabschieden. Die Inzidenz steigt wieder und auch in meinem Umfeld ist das zu spüren. Nun benötigt man eine Negativen Schnelltest, der nicht älter als 24h ist, um in den Flieger zu dürfen. Die Furcht geht um, sich doch noch in den letzten Tagen mit Corona zu infiziere. Somit wurde beschlossen sich zu Isolieren. Das bedeutet keine Wanderung mit meiner Schwester und auch kein letzter Mädelsabend mit meiner besten Freundin. Natürlich kann man Telefonieren und Videoanrufe machen aber das ist nicht das selbe. Ich hoffe nur, das wenn ich von meiner Reise wiederkomme, ich endlich alle wieder sehen kann.
Da nun alles gesagt (bzw. geschrieben) ist, wünsche ich euch allen eine gute Zeit. Bleibt gesund!!!
Das nächste Mal melde ich mich aus den USA
PS: Für das Abenteuer Plane ich auch den ein oder anderen Videotagebuch Eintrag. Dann müsst Ihr nicht so viel lesen
Liebe Grüße Marie 😊
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