Etappe 1
Gegen über von der Kirche ging es über einige Treppen und enge Gassen durch den Ort.
In Albori bekleidete uns ein kleiner Schwarzer Hund bis zum Ortsausgang.
Wir waren voller Vorfreude das es nun endlich in die “ Wildnis“ ging und wir die Ortschaften für den restlichen Tag hinter uns lassen konnten. Der Weg schlängelt sich am Anfang noch an einzelne, kleinen, meist verlassenen Häusern vorbei bis er dann immer abenteuerlicher wurde. Die Beschreibung über Stock und Steine trifft es gut. Steil ging der, nun auf Größe eines Trampelpfad geschrumpften, Weg den Berg hoch. Immer wieder mussten wir all unsere Kraft aufbringen um uns über die riesigen Steine zu manövrieren. Als wäre bergan nicht schon anstrengend genug.
Dieser Weg ist Kräfte zehrend!
Nach ca. 3-4 km erreichten wir den ersehnten Gipfel. Jubel wurde ausgestoßen und die Augen wurden groß als wie das unglaublich Panorama betrachteten. Hinter uns lag Salerno, das Meer und am Horizont lag eine Bergkette. Vor uns ein abfälliger Wanderweg, ein großer steiniger Berg und ein Tal das ins blaue Meer mündet.
Stolz und motiviert ging es weiter. Man hatte ja so eben den ersten Gipfel erstürmt und vermutete das das schlimmste überstanden ist.
Nachdem der Wagen eine Weile sanft bergab verlief ging es Zickzack bergan. Zunächst waren wir uns nicht sicher ob das wirklich der richtige Weg ist. Es gibt recht viele Trampelfade die genauso zugewuchert sind wie der „offizielle“ Weg. Nach einer Weile fanden wir aber erneut eine Markierung und der Weg verlief auch wieder in die gewünschte Richtung. Am Rande des Bergrücken ging es weiter bis zu einem alten Stein Haus umgeben von einer grünen Wiese und weiterhin einem bezaubernden Panorama.
Für eine Weile verlief der Weg Moderat weiter langsam und stetig. Uns kamen tatsächlich zwei Wanderer entgegen! Danach ging es aber gleich wieder unwegsamen den Hang hinauf. Immer wieder ging es an Quellen mit vermutlich „heiligen Wasser “ vorbei, ebenso an viele Kreuzen mit Bildern von vielen Menschen ( wir hoffen einfach das hier niemand gestorben ist sondern das man hier einen komischen Brauch pflegt). Nachdem wir die Karte erneut studiert haben waren wir uns diesmal sicher das nach 8 langen Kilometern endlich der höchste Punkt erreicht wurde. Nach 8km bergauf freut man sich ja wenn es bergab geht… die Freude war leider schnell vergangen. So steil und unwegsamen wie es Berg auf ging geht es nämlich auch bergab!
Sehr schnell fing alles an weh zu tun. Die erste kleine Pause vom bergab klettern gab es an einem verlassen Kloster, hier war die Richtung zunächst unbekannt.
Ich hatte ja schon davon gehört das es viele Treppen geben soll und mich gewundert wieso ich noch keine gesehen habe… der Weg führt nun immer wieder, auf mehr oder weniger guten Treppen, steil den Hang hinab. Manchmal sind die Stufen nicht als solche zu beschrieben und so hoch das wir uns auf den Hintern setzen um runter zu rutschen.
Zu unserem Entsetzen stimmte die Kilometerangabe nicht mit der tatsächlichen Distanz überein. So kam es das Maiori immer noch „weit “ entfernt war und die Sonne langsam unter ging.
Man sagt mir oft das ich zu viel Zeug mitnehmen, stimmt auch aber wir waren sehr froh das ich die Stirnlampe eingepackt hatte. Im Schein der Lampe ging es durch Gestrüpp den Abhang hinab, über unzählige Treppen an Zitronen Plantagen vorbei. Als wir Maiori erreichten war es nach 20:00 Uhr.
Die Unterkunft unspektakulär (abgesehen von den knall blauen Fliesen im ganzen Haus) aber die Besitzerin mit der wir den ganzen Tag Telefonisch in Kontakt standen sehr hilfsbereit und freundlich.
Aufgrund der sehr in Mitleidenschaft gezogenen Muskeln und der späten Ankunft entscheiden wir uns einen Tag in Maiori zu bleiben.





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