
Spontan habe ich mich dazu entschieden nach Charlottesville zu fliegen. Happy Meal und Stitch haben dort eine kleine Farm und brauchten jemanden der ein bisschen helfen kann. Die beiden habe ich 2016 auf meiner Wanderung kennengelernt. Nachdem Happy Meal am Fuß operiert wurde, Stitch hoch Schwanger ist und die beiden noch eine 1 Jährige Tochter habe wurde des Öfteren versucht mich zu überreden für die nächste 6 – 12 Monate auf der Farm auszuhelfen. Das ist dann aber doch etwas zu viel Abenteuer für mich!
Da die Wanderung an der Amalfi Küste quasi vor der Tür steht konnte ich nur eine Woche zum Helfen kommen. Ich hoffe das es ihnen trotzdem etwas geholfen hat.
Das letzte Mal war ich vor einem knappen Jahr dort und in der Zeit hat sich einiges getan. Die Farm ist „umgezogen „und nun knapp 10 Minuten vom Shenandoah Nationalpark und dem Appalachen Trail entfernt. Einige neue Tiere sind dazu gekommen und Babybear ist inzwischen ein richtig kleiner Mensch geworden.
Zu meiner Trail Family gehören ja eigentlich nur Happy Meal und Stitch aber inzwischen fühlt es sich immer so an als würde ich meine zweit Familie besuchen. Stitchs Mama , ihre Schwester, der Hund und Babybear nehmen mich immer sehr liebevoll auf und lassen mich Teil der Familie sein. Genau wie man Familien eben in arbeiten einspannt tut man es auch mit mir.
Zuerst wurde mir alles gezeigt und erklärt an dem zweiten Tag habe ich dann so getan als hätte ich tatsächlich Ahnung 😅
3 Mal Täglich mussten die 2 Lämmchen gefüttert werden ( die Mutter hat leider kein Interesse an den beiden ). Am besten geht das wenn man mit ihnen kuschelt. Das Lämmchen muss festgehalten werden sonst legt es beim trinken den Rückwärtsgang ein und auch der Kopf muss beim trinken unterstützt werden (es gibt einfach so viel für die kleinen zu entdecken das es manchmal wirklich schwierig ist sich aufs Milchfläschchen zu konzentrieren). Die 3 Schweine sind fast Selbstläufer. Ab und an bekommen die Schweine die Essensreste der Lydia Mountain Lodge. Das Frühstücksbuffet kann ich dort übrigens wärmstens empfehlen (vor allem das French Toast). Hasen zu füttern und die Wasserflaschen auffüllen war mit die leichteste Übung. Wenn man zu den Hühnern will sollte man immer erst eine Schaufel Futter über den Zaun schmeißen (die sind wie Piranhas mit Flügeln). Das Futter und Wasser für die Hühner haben wir immer mit dem „Farm Mobile“ durch die Gegend gefahren. Das ist im Prinzip nichts anderes als ein großes Golfcart, mit Allradantrieb und kleiner Ladefläche. Die großen Scharfe und die Enten laufen Tagsüber frei auf der Farm umher und kommen nur Nachts in eingezäunten Bereich. Dies passiert zu ihrer eigenen Sicherheit da Eulen , Bären und anderes Getier gerne mal Hühner oder Enten klauen. Die zwei Kühe hingegen haben uns ordentlich auf trapp gehalten. Leider ist der Zaun an manchen Stellen nicht ganz Kuh sicher und so wurde ich den einen Morgen nicht vom krähenden Hahn sondern von der muhenden Kuh geweckt.
Nach einer Woche gab es dann zum Abschied ein leckeres amerikanisches Buffet. So viel Essen an ein und demselben Ort habe ich davor noch nie gesehen. Die letzte Nacht habe ich nicht auf der Farm sondern bei Stitchs Mama geschlafen (die wohnt nur 10 min vom Flughafen entfernt ). Ich musste um 5Uhr am Flughafen sein , um 3 erreichte uns dann aber die Nachricht das Stitchs Fruchtblase geplatzt ist und das neue Baby sich jetzt doch endlich auf den Weg macht (geplanter Termin war eigentlich Tag meiner Ankunft)
Nun sitze ich am Flughafen und warte auf meine weiter Flug nach Hause.
Übermorgen geht es schließlich nach Italien zum Wandern ( Ja das mache ich trotz Coronavirus! )
Somit gibt es dann die nächste Tage spannende Berichte zur Amalfi Küsten Wanderung




